Frage 1: War es schon immer Ihr Traum, Schönheitschirurg zu werden?

Mich hat das Fach Plastische Chirurgie schon seit Beginn des Studiums fasziniert. Ich habe auch am Universitätsklinikum Innsbruck meine Dissertation im Fach Plastische Chirurgie absolviert. Während meiner Ausbildung zum Facharzt habe ich gemerkt, dass mein Interesse vor allem im plastisch-ästhetischen Bereich liegt. Von Beginn an wollte ich immer ästhetische Chirurgie machen, die sinnvoll ist und die Lebensqualität verbessert. Dafür steht der Name Kollerplast.

Frage 2: Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?

Mit meinem Beruf bin ich in der Lage, Menschen einen Leidensdruck zu nehmen, der ihren Alltag über Jahre stark beeinträchtigt hat. Zu sehen, dass Menschen plötzlich wieder mehr Selbstbewusstsein haben und mit einer positiven Ausstrahlung durchs Leben gehen können, ist etwas Schönes. Wenn dies erfüllt ist, dann war die Indikation zur Operation richtig.

Frage 3: Gibt es Momente, in denen Sie daran gezweifelt haben, dass Sie den richtigen Berufsweg eingeschlagen haben?

Nach der Matura habe ich mich zwischen dem Studium „Regie“ an der Filmhochschule und dem Medizinstudium entschieden. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da das Medizinstudium, vor allem am Anfang (Chemie, Physik, etc.) doch sehr trocken ist. Da gab es schon Momente, wo ich gezweifelt habe. Doch je höher das Semester wurde, desto mehr hat mir das Studium gefallen und ich habe innerlich gespürt, dass die Tätigkeit als Arzt das Richtige für mich ist.

Frage 4: Was möchten Sie Jugendlichen mit auf den Weg geben, die ebenfalls Schönheitschirurgen werden möchten?

Zunächst einmal muss klar sein, dass Schönheitschirurg eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für den Beruf ist, denn es gibt die Fachbezeichnung Schönheitschirurgie nicht. Was es gibt, ist die Bezeichnung Facharzt für Plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie. Wer also Schönheitschirurg werden will, sollte dieses Fach anstreben, denn hier lernt man von der Pieke auf sämtliche Operationstechniken. Zunächst die rekonstruktive Chirurgie, aus der sich die Schönheitschirurgie entwickelt hat. Nur wenn man auf dieses Rüstzeug zurückgreifen kann, kann man später ein breites Spektrum abdecken. Schönheitschirurg wird man „nicht von heute auf morgen“, es handelt sich um eine sehr lange Ausbildung.

Frage 5: Wie stehen Sie den Klischees gegenüber der Schönheitschirurgie gegenüber?

Leider wird von den Medien ein völlig falsches Bild der Schönheitschirurgie vermittelt. Es gibt sicherlich schwarze Schafe in unserem Beruf (wie in jedem anderen Beruf auch), aber gerade in unserem Bereich hat es den Anschein, dass gerade diese ein Sprachrohr in den Medien bekommen. Auch ich hätte, wenn ich es nicht selbst besser wüsste, einen negativen Eindruck von der Schönheitschirurgie, wäre ich nur von dem Bild abhängig, das mir die Medien vermitteln. Auch ich als Schönheitschirurg finde künstlich wirkende Gesichter, „Schlauchbootlippen“ oder wie „Bälle“ aufgesetzte Brüste unästhetisch. Aber das sind alles keine Beispiele seriöser und gut gemachter Schönheitschirurgie. Meine Patientinnen und Patienten sind bodenständig und wollen nicht unnatürlich sein. Die Philosophie von Kollerplast ist, Plastische Chirurgie auf höchstem Niveau zu betreiben. Viele wären erstaunt, wie wenig mein Alltag in der Ordination oder in der Privatklinik mit den Klischees der Schönheitschirurgie zu tun haben.

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