Patientenuntersuchung durch Dr. Matthias Koller

Publikation und klinische Studien

Klinische Studien haben für mich den Sinn, Erfahrungen mit neueren Operationstechniken wissenschaftlich zu untermauern.

Publikationen werden in Fachzeitschriften veröffentlicht und sind daher ausschließlich für Mediziner zugänglich.

Da Sie als Patient am meisten von den Entwicklungen in der Plastischen Chirurgie betroffen sind, halte ich es für sinnvoll, ein paar der Publikationen für den Laien verständlich in deutscher Sprache zusammenzufassen.

  • The Lipogluteoplasty in Circumferential Bodylifting. Koller, Matthias. Plastic and Reconstructive Surgery – Global Open., February 9, 2015. >>View online
  • Quality of Life and Body Image After Circumferential Body Lifting of the Lower Trunk: a Prospective Clinical Trial. Koller M, Schubhart S, Hintringer T.. Obes Surg. 2013 Jan 22.Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob der zentrale Bodylift nach Gewichtsabnahme die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten erhöht.Die Studie erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für klinische Psychologie. Jeweils sechs Monate vor und nach der Bodylift-Operation erfolgte ein einstündiges Gespräch mit der Gesundheitspsychologin. Danach wurden Fragebögen zur globalen Lebensqualität und zu Teilbereichen der Lebensqualität sowie zum subjektiven Körperbild ausgewertet.Ergebnis: Obwohl die Patienten abgenommen hatten und sich wohler und gesünder fühlten, hatte sich ihr subjektives Körperbild gegenüber dem vor der Gewichtsabnahme nicht verbessert, weil sie nun unter der starken Haut- und Gewebeerschlaffung litten.Die globale Lebensqualität wurde durch die Operation (zentraler Bodylift) bei allen Patienten gesteigert. Ebenso besserte sich das subjektive Körperbild deutlich.

    Schlussfolgerung: Die Plastische Chirurgie nach Gewichtsabnahme ist ein sehr wichtiger Aspekt im multimodalen Therapiekonzept der Adipositas.

  • Circumferential superficial fascia lift of the lower trunk: surgical technique and retrospective review of 50 cases. Koller M, Hintringer T.. J Plast Reconstr Aesthet Surg. 2012 Apr;65(4):433-7.Ziel der Studie war es, meine Operationstechnik beim zentralen Bodylift vorzustellen und die Ergebnisse der ersten siebzig Patienten, die ich mit dieser Methode operiert hatte, zu analysieren. Bei der Methode wird nicht mehr, wie früher üblich, das Gewebe bis auf die Muskelfaszie hin abgehoben, sondern es wird deutlich oberflächlicher und damit schonender präpariert. Dies geschieht rundherum, das heißt im Gesäß, an den Flanken und im Bauchbereich, wobei auf dem sogenannten superfiziellen Fasziensystem präpariert wird. Vorteil dieser Methode ist, dass es zu keiner Verletzung der tiefen Lymphgefässe kommt. Generell gelten Serome nach Straffungsoperationen als häufigste Komplikation. Durch die schonende Operationsmethode traten jedoch kaum Serome, also Ansammlungen von Wundflüssigkeit, auf. Auch kleine Wundheilungsstörungen waren sehr selten.Schlussfolgerung: Für mich ist die oberflächlichere Präparation und Reduzierung der Wundflächen die Methode der Wahl bei Bodylift-Operationen. Die geringe Komplikationsrate und die Ergebnisse sprechen für sich.
  • A less invasive technique for gluteal autoaugmentation during bodylifting of the lower trunk: the purse string suture in the non elevated area. Koller M, Hintringer T.. J Plast Reconstr Aesthet Surg. 2012 Apr;65(4):535-6.Ziel der Studie war es, eine Operationsmethode vorzustellen, bei der im Zuge des zentralen Bodylifts das Gesäß augmentiert, das heißt die Projektion erhöht wird. Ein häufiges Problem für die Patienten ist, dass durch die Gewebeerschlaffung das Gesäß sehr abflacht. Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich hier wieder mehr Form bzw. eine größere Rundung. Bei dieser Methode wird jeweils ein Faden in jede Gesäßbacke eingebracht und durch das Knüpfen des Fadens dem Gesäß mehr Projektion gegeben. Aufwändige Lappenplastiken oder ähnliches sind dafür nicht mehr notwendig.
  • Scarpa fascia or rectus fascia in abdominoplasty flap elevation: a prospective clinical trial. Koller M, Hintringer T.. Aesthetic Plast Surg. 2012 Apr;36(2):241-3.Bei der Bauchdeckenstraffung verwende ich seit Jahren eine Technik mit oberflächlicher Präparation und Schonung der tiefen Lympghefäße. Die oberflächliche Faszie (Scarpa Faszie) bleibt dabei verschont und wird nicht mitgehoben. Die These: Unter dieser Faszienschicht befinden sich die tiefen Lymphgefäße der Bauchwand. Werden sie zerstört, kommt es zu vermehrter Seromhäufigkeit. Werden sie geschont, sollte es auch zu geringerer Seromhäufigkeit kommen. Ich führte eine prospektive Studie mit zwei Gruppen durch. Bei der einen Gruppe wurde auf der Scarpa-Faszie präpariert, bei der anderen, wie herkömmlich, auf der Bauchwandfaszie.Das Ergebnis: bei der Gruppe, wo die Scarpa-Faszie nicht abgehoben wurde, kam es zu geringerer Serombildung. Das bestätigt auch meine Erfahrung der Scarpa-Abdominoplastik, die ich seit nunmehr fünf Jahren durchführe. Ich hatte seitdem kein punktionswürdiges Serom mehr.Durch das Belassen der Scarpa Faszie werden nicht nur die Lymphgefässe geschont, sondern auch der Hohlraum zwischen dem abgehobenen Bauchhautlappen und der Bauchwandfaszie verkleinert. Wo kein Hohlraum ist, kann sich auch keine Flüssigkeit ansammeln. Mit der Scarpa Faszie kann außerdem eine innere Straffung der Bauchwand durchgeführt werden, was den Zug auf die Haut reduziert und somit auch zu schöneren Narben führt.

    Fazit: Ich führe diese Methode mittlerweile standardmäßig bei allen Bauchstraffungen mit Versetzung des Nabels durch (bei Mini-Bauchstraffungen gibt es wiederum ein eigenes Vorgehen).

  • Abdominoplasty flap elevation more superficially. Koller M, Hintringer T.. Plast Reconstr Surg. 2011 Aug;128(2):102e-103e.
  • The use of the scarpa fascia as a lifting layer in abdominoplasty procedures. Koller M, Hintringer T.. Plast Reconstr Surg. 2011 Mar;127(3):70e-71e.
  • Gluteal shaping in the massive weight loss patient with remaining lipomatosis in the upper buttock and lumbar region. Koller M, Hintringer T.. Plast Reconstr Surg. 2010 Dec;126(6):320e-322e.
  • Postoperative splinting after open carpal tunnel release does not improve functional and neurological outcome. Huemer GM, Koller M, Pachinger T, Dunst KM, Schwarz B, Hintringer T.. Muscle Nerve. 2007 Oct;36(4):528-31.